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12 Wege, das Problem Deines Ziel Avatar zu finden

von | Jun 25, 2018 | Starte hier | 4 Kommentare

Dein Ziel Avatar

In meinem letzten Artikel konntest Du Dir Deinen Ziel Avatar entwickeln. Wenn Du das noch nicht getan hast, empfehle ich Dir diesen Artikel zuerst. Damit bist Du bestens vorbereitet. Jetzt ist es Zeit, Deinen Ziel Avatar kennen zu lernen und deine Annahmen zu überprüfen. In diesem Artikel zeige ich Dir Wege, wie Du das tun kannst und erkläre Dir, was Dir das bringt.

Ich frage Dich: Warum könnte es sinnvoll sein, Deine Annahmen über den Ziel Avatar einmal zu überprüfen? Besteht die Möglichkeit, dass Du mit Deinen Annahmen daneben liegst? Kann ja sein oder? Es sind ja nur Deine Annahmen und Vorstellungen. Warum könnte es gerade bei der Definition des Problems hilfreich sein?

Volle Kraft voraus

Stell Dir vor: Du steckst jetzt all Deine Energie in Deine Annahme, was der Kunde für ein Problem haben könnte. Du baust eine Website auf und schreibst Blogartikel rund um das Problem Deines Kunden. Vielleicht startest Du ein EBook und ein YouTube Kanal. Stundenlang sitzt Du vorm Laptop. Du hast Dein Angebot draußen und bietest Deinem Ziel Avatar ein erstes kostenloses Kennenlern-Gespräche an. Und was passiert? Nichts. Du machst und machst und machst und… Nichts. Es interessiert niemanden.

Denn niemand hat dieses Problem oder nimmt es als Problem wahr.

Woher weißt Du also, dass es Menschen, die nicht schlafen können, weil sie ein Problem haben, dass Du lösen willst?

Bestenfalls warst Du schon einmal in dieser Situation und Dein Ziel Avatar spiegelt genau Dich und Dein Problem wider. Aber woher weißt Du, dass noch mehr Menschen mit diesem Problem da draußen sind?

Finde es heraus

Wie findest Du nun also raus, ob Deine potenziellen Kunden wirklich dieses spezielle Problem oder doch ein ganz anderes Problem haben? Es wird Zeit, Deinen Ziel Avatar kennen zu lernen. Wie? Du fragst ihn einfach, ob das sein Problem ist?

Doch wie kommst Du überhaupt an den Ziel Avatar ran? Bisher ist es eine rein fiktive Person. Es wird also Zeit, die Annahmen, die Du über Deinen Ziel Avatar getroffen hast, zu prüfen. Die wichtigste Annahme ist die Überprüfung seines Problems. Nimmt er das Problem auch als Problem wahr? Hat er dieses Problem überhaupt?

Hier sind die TOP Argumente, Deinen Ziel Avatar besser kennen zu lernen:

  • Damit ersparst Du Dir jede Menge Arbeit in eine falsche Richtung
  • Du kannst die Probleme Deines Ziel Avatar viel besser verstehen
  • Auch lernst Du viel mehr über das gesamte Wesen Deines Ziel Avatars
  • Über soziale Plattformen kommst Du ins Gespräch mit potenziellen Kunden
  • Du baust eine erste Kundenbeziehung auf
  • Online wirst Du in Zusammenhang mit Deinem Thema wahrgenommen

12 Wege, Deinen Ziel Avatar und dessen Problem besser kennen zu lernen

Zunächst einmal kannst Du gleich Deine erste Annahme überprüfen: Befindet sich Dein Ziel Avatar auch genau dort, wo Du es vermutest. Das heißt, ist er überhaupt auf Facebook, Instagram etc. vertreten? Konntest Du Deine Annahme bestätigen? Hier sind 12 Möglichkeiten, je nachdem, wo sich Dein Ziel Avatar rum treibt:

1. Facebook Gruppen

Gibt es Facebook Gruppen, wo sich Dein Ziel Avatar aufhält? Wenn Du zum Beispiel die Zielgruppe Coach hast, gibt es ganz viele Gruppen, wo sich Coaches untereinander austauschen. Hier könntest Du Deine Problemfrage stellen. Am Ende gebe ich Dir noch Tipps, wie Du das am besten formulierst.

2. Facebook Messenger

Du hast 5 bis 6 Personen auf Facebook gefunden, die sehr gut auf Dein Ziel Avatar passen? Dann schreib sie einfach per Facebook Messenger an und stelle dort Deine Problemfrage. Vielleicht kostet es Dich ein wenig Überwindung, aber glaub mir, es ist die Arbeit wert.

3. Instagram Direct Message

Ähnlich wie beim Facebook Messenger kannst Du hier direkt ins Gespräch mit Deinem Ziel Avatar gehen und ihn so viel besser kennen lernen. Du zeigst Interesse und baust so schon eine Beziehung zu Deinem potenziellen Kunden auf. Nutze die Suche nach hashtags, um an deine Zielgruppe zu kommen

4. Xing Gruppen

Auch bei Xing gibt es Gruppen, wo Du eine Umfrage nach dem Problem machen kannst. Gerade, wenn Zielgruppe im Businessbereich ist, ist Xing ein guter Anlaufpunkt.

5. Xing Nachricht

Wenn Du sicher bist, dass Du Deine Zielgruppe über Xing erreichst, dann lohnt es sich vielleicht über Xing Premium nachzudenken. Nur damit kannst Du Nachrichten an Nicht-Kontakte schreiben.

6. LinkedIn Gruppen

Gerade im internationalen Bereich kann LinkedIn eine Plattform sein, um Deinen Ziel Avatar besser kennen zu lernen. In Gruppen kannst Du Deine Problemfrage stellen, ähnlich wie bei Xing.

7. LinkedIn Nachrichten

Auch hier gibt es die Möglichkeit mit entsprechender Mitgliedschaft Nachrichten an Nicht-Kontakte zu schreiben, ähnlich wie bei Xing nur internationaler.

8. Networking-Events

Geht Dein Ziel Avatar auf Networking-Events und wenn ja, auf welche? Auch dort kannst Du sehr gut ins Gespräch kommen und wertvolle Informationen über Dein Ziel Avatar und sein Problem sammeln.

9. Wettbewerber

Haben die Wettbewerber das Problem schon erkannt? Sprechen sie darüber? Du kannst hier direkt in die Kommunikation gehen und fragen, was bei Ihren Kunden das größte Problem ist. Sie müssen Dir nicht zwingend helfen, aber vielleicht ja doch. 😁 Du bekommst hier neue Einblicke in das Problem Deines Ziel Avatars. Vielleicht  ergeben sich für Dich hier gute Kooperationsmöglichkeiten.

10. Statista

Statista ist ein Portal mit Statistiken zu den unterschiedlichsten Themen. Es gibt einige kostenfreie Statistiken, die sehr aufschlussreich sind. Ich empfehle Dir auf jeden Fall, einmal bei Statista vorbei zu schauen, um verschiedenste Annahmen über Deinen Ziel Avatar zu überprüfen.

11. Google

Manchmal liegt das Einfache so nah. Google das Problem und schau Dir die Suchergebnisse an. Schau auch mal über Seite 1 hinaus 😉  Sucht überhaupt jemand nach diesem Problem? Hier kommst Du vielleicht auch auf hilfreiche Blogs.

12. Blogs

Blogs könnten Aufschluss darüber geben, ob Dein Thema wirklich ein großes Problem für Deinen Ziel Avatar darstellt. Werf hier auch mal einen Blick in die Kommentare. Hier entstehen oft  hilfreiche Diskussionen.

3 Extra Tipps für die Marktforschung auf Social Media

  1. Stell Dich erstmal kurz vor. Es ist auch ganz wichtig, kurz zu erzählen, warum Du forschst und fragst. Die Menschen sind eher bereit, Dir zu helfen, wenn Sie Deinen Grund kennen.
  2. Stelle eine offene Frage. Halte Deine Frage erstmal allgemein. So erfährst Du mehr um das Problem herum, z.B. Was ist Deine größte Herausforderung im Bereich X. Mach lieber noch eine extra Runde, wenn Du es spezifischer haben willst. Wenn Du in Gruppen fragst, kannst Du in zweiter Runde mit einer persönlichen Nachricht an einzelne Personen nachfragen.
  3. Bedanke Dich für jeden Kommentar und jede Nachricht. Gib Feedback und stelle Rückfragen. Auch hier kannst Du schon ein Gespräch aufbauen. Zeige Interesse für Jeden, der sich die Mühe gemacht hat, auf Deine Frage zu reagieren.

Spätestens jetzt weißt Du:

Ah, es gibt einen Bedarf für meine Lösung!

Oder auch nicht. Du hast jetzt vielleicht schon die ersten Kontakte geknüpft. Nun heißt es, dranbleiben und Mehrwert liefern. Jetzt kannst Du Dir gezielt Gedanken über Deinen Content machen mit der Sicherheit, dass Du damit auch jemandem hilfst.

Wie kommst Du mit Deinem potenziellen Kunden ins Gespräch? Schreib es mir in die Kommentare, ich bin gespannt.

Ich danke Dir für Deine Zeit. Sie ist das wertvollste, was wir haben.

Liebe Grüße
Deine Jule