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Hilfe, niemand bucht mein Coaching

von | Jun 5, 2018 | Starte hier | 0 Kommentare

Warum das so ist und was Du dagegen tun kannst

Dein größter Alptraum begleitet Dich wie ein Schatten

Egal ob als Offline oder Online Coach – das ist ja wohl unser aller Alptraum. Was, wenn Dich niemand bucht? Dein Coaching buchen zu wenige Menschen? Zählst DU auch zu den Coaches, die kaum von ihrem Coaching leben können? Coachst Du nur nebenberuflich, weil es finanziell sonst eng werden würde? Das kenne ich.

Eine bewegende Geschichte

Als ich noch nicht als Coach tätig war, gab mir eine Geschichte, die ich erlebte, mächtig zu denken. Es war auf einer Weiterbildung, die ich besuchte. Unter den rund 400 Teilnehmern waren größtenteils Coaches vertreten.

Ein Teilnehmer war sich unsicher, ob er zu seiner Coaching Ausbildung noch eine Zusatzausbildung machen sollte, um letztendlich als Coach zu arbeiten. Er stellte die Frage schließlich in die große Runde: „Wer von euch arbeitet als Coach ohne diese Zusatzausbildung gemacht zu haben?“ Es meldeten sich über die Hälfte der Teilnehmer.

Auf einmal rief eine mutige Frau in die Runde: „Frag lieber mal, wie viele Coaches vom Coaching leben können?“ Die Folge war ein langes unangenehmes Schweigen. Das spiegelt leider oft die Coaching-Realität wieder.

 

3 Gründe, warum Dich als Coach niemand bucht

Ich habe mich viel damit beschäftigt und bin auf 3 Hauptgründe gekommen, warum wir als Coach so zu kämpfen haben. Dieser Artikel ist eine Anregung an Dich, diese Gründe einmal bei Dir zu überprüfen. Vielleicht treffen sie ja auch auf Dich zu und Du kannst etwas ändern.

Die Ausrede, dass Dich niemand bucht, weil Du so schlecht bist, gilt hier nicht! Ich glaube, dass jeder Coach (auch Du) sein Bestes gibt und eine sehr wertvolle Arbeit leistet.

  1. Keine klare Zielgruppe
  2. Viele verschiedene Zielgruppen
  3. Zu viele verschiedene Themen/Probleme

Damit ich Dir das besser veranschaulichen kann, nehme ich mir mal wieder ein Beispiel. Hierzu wähle ich einen Karriere-Coach.

 

1. Keine klare Zielgruppe

Meine Definition einer Zielgruppe: Ich verstehe unter einer Zielgruppe eine Personengruppe mit ähnlichen Eigenschaften, die ein spezielles Problem haben, was Du lösen kannst. Vielleicht denkst Du ja auch dass Du eine klar definierte Zielgruppe hast. Doch ich sage Dir, was ich darunter verstehe (Karriere-Coach):

Meine Zielgruppe sind alle Personen, die zwischen, 18 und 48 Jahren sind.

Das ist in meinen Augen keine klar definierte Zielgruppe.

Besser ist hier (Karriere-Coach):

Meine Zielgruppe sind Frauen, um die 35 Jahre, wohnhaft in Deutschland, mit Hochschulabschluss, mittleres Einkommen, Mutter, verheiratet, häkelt gern, liebt Pinterest und Instagram.

Warum Du das so detailliert beschreiben solltest, erkläre ich Dir noch. Aber erst einmal weiter.

 

2. Viele verschiedene Zielgruppen

Das wäre zwar schon konkreter, als wie im oben dargestellten Beispiel, kann aber auch dazu führen, dass Dich niemand bucht. (Karriere-Coach):

  1. Ich helfe jungen Menschen bei der Entscheidung, ob Studium oder Ausbildung
  2. Ich helfe Menschen bei einem Jobwechsel, Bewerbungen zu schreiben
  3. Ich helfe Menschen, die lange krank oder arbeitslos waren, einen neuen Job zu finden
  4. Ich helfe Menschen, Karriere in ihrer Branche zu machen und aufzusteigen

Hier wäre es auch besser, Dir maximal 2 Zielgruppen rauszusuchen, am besten nur eine für den Anfang.

 

3. Zu viele verschiedene Themen/Probleme

Ich erlebe es so oft, dass ein Coach einen bunten Blumenstrauß an Lösungen mit sich rum schleppt. Natürlich kannst Du als Coach viele ganz verschiedene Probleme lösen. Oft lese ich im Angebot eines Coaches so etwas (Karriere-Coach):

Ich bin Karriere-Coach, biete aber auch Life-Coaching und Paarberatung an.

 

Warum ist das ein Problem?

Du siehst noch nicht, warum diese 3 Gründe dazu führen, dass Dich keine Klienten buchen? Vielleicht kommen ja auch viele Menschen in Dein Erst-/ oder Vorgespräch, es kommen aber keine Coachings zu Stande? Dafür ist das hier der wahre Grund:

In dem Du so viele Menschen mit Deinem Coaching ansprichst, fühlt sich niemand so richtig angesprochen. Daher sind sich Deine potentiellen Klienten nicht sicher, ob Du der oder die Richtige für den Job bist. Du wirst nicht gebucht.

Aus den Augen des Karriere-Coaches

Deine potentielle Klientin hat ein Problem. Sie kommt beruflich nicht richtig voran. Sie will die Karriere-Leiter endlich hinaufsteigen, doch es scheint ihr nicht zu gelingen. Sie braucht einen Coach, der sie dabei unterstützt. Wen wählt sie:

A) Ich bin Karriere-Coach, Life-Coach und Paar-Coach, helfe aber hauptsächlich Menschen bei ihrer Karriere. Bei der Entscheidung Studium oder Ausbildung, bei einem Jobwechsel oder dabei, die Karriereleiter aufzusteigen.

B) Ich bin Karriere-Coach. Du sehnst Dich als Frau, Mitte 30 endlich danach, Karriere zu machen. Du willst erfolgreich sein, trotz Kind und Kegel? Du suchst jemanden, der Dich dabei unterstützt, dieses Ziel endlich in die Tat umzusetzen?

Und für wen entscheidet sie sich? Für den Alleskönner A oder den Experten B?
Natürlich für den Experten ihres Problems. Und genau darum geht’s.

Aber um Experte zu werden, solltest Du erst einmal eins tun: Du solltest Deine Zielgruppe kennen (lernen). Warum das Ganze und was hast Du davon?

 

 

Kennst Du denn Deine Zielgruppe?

Die Zielgruppe ist eines unser wichtigsten Elemente, um unser Coaching an den Mann oder die Frau zu bringen – egal ob online oder offline. Wenn Du als Coach online unterwegs bist, bewegt sich unsere Zielgruppe im gesamten deutschsprachigen Raum. Du kannst somit gar nicht mehr alle ansprechen. Das willst Du ja so wieso nicht mehr, oder? 😉

Warum solltest Du Deine Zielgruppe definieren und kennen?

Du willst genau die Zielgruppe anziehen, deren Problem Du lösen kannst. Bestenfalls ist das auch gleichzeitig Deine Lieblingszielgruppe. Du kannst und solltest Dir bei der Zielgruppenwahl überlegen, mit wem Du gerne zusammenarbeiten willst. Um diese dann auch tatsächlich anzuziehen, musst Du sie genauestens zu kennen. Und hier sind die Gründe dafür:

 

1. Du lernst Deine Zielgruppe sehr gut kennen

Das gibt Dir ein sehr gutes Gespür dafür, was die Zielgruppe will. In dem Du Dich mit ihren Bedürfnissen und Problemen beschäftigst, kannst Du Dich in Deine Zielgruppe besser hineinversetzen. Du kannst Dein Angebot auf die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse abstimmen. Somit weiß Die Zielgruppe, dass sie bei Dir richtig ist.

2. Du bist dort präsent, wo Deine Zielgruppe ist

Wie bei unserem Beispiel des Karriere-Coaches weißt Du, dass sich Deine Zielgruppe auf Instagram und Pinterest aufhält. Und genau auf diesen zwei Plattformen bist Du aktiv. Das spart Dir viel Zeit und Mühe.

 

3. Dein Expertenstatus sicherstellen

Wenn Du Jeden coachst, kann das Deinen potentiellen Klient verunsichern. Er zweifelt, ob Du der oder die Richtige für ihn bist. In dem Du kommunizierst, dass Du ein spezielles Problem einer ganz bestimmten Zielgruppe löst, ist das auch für den Klienten klar. Somit ist sich die Zielgruppe sicher, auch bei DEM Experten für ihr Problem zu sein. Denn nur das will die Zielgruppe. Sie will keinen Alleskönner-Coach. Sorry!

4. Du kannst viel gezielter werben

Ob Facebook Werbung oder Instagram: Umso besser Du Deine Zielgruppe kennst, desto gezielter kannst Du werben. Grundsätzlich kannst Du damit  Dein Werbe- und Marketingbudget klein halten. Denn Du bewirbst Dein Coaching ja nicht mehr überall, sondern nur für eine kleine Zielgruppe und auf der Plattform, wo sie ist.

 

5. Du kannst Mehrwert für Deine Zielgruppe schaffen

Wie kannst Du Mehrwert schaffen und am besten noch kostenlos? Nur wenn Du Deine Zielgruppe und ihr Problem kennst. Dann kannst Du Blogartikel rund um das Problem schreiben. Zum Beispiel kannst Du als Karriere-Coach rund um das Thema „Karriere trotz Kind“ oder Karriere als Mutter“ schreiben. Hier kannst Du beispielsweise Tipps geben, was Deine Zielgruppe tun kann, um ihr Problem oder einen Teil ihres Problems zu lösen.

Ein Blog zu machen ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten. Du könntest auch Videos drehen oder einen Podcast aufnehmen. Frag Dich dabei immer:

Wie kann ich damit meiner Zielgruppe helfen? Was braucht meine Zielgruppe?

Deine Zielgruppe liest einen Blogartikel, schaut ein Video von Dir oder hört Deinen Podcast und weiß genau:

Der- oder Diejenige ist genau die richtige Person, um mein Problem zu lösen.

Du bildest Vertrauen zu potentiellen Klienten und erhöhst die Chance zur Buchung.

6. Auf Deiner Website nur die richtigen Klienten anziehen

Wenn eine Person auf Deine Website kommt sollte sie schnell merken, ob sie hier richtig ist. Indem Du die Website so gestaltest, dass sich nur Deine Zielgruppe angesprochen fühlt, sondierst Du gleich die Klienten aus, die Du nicht willst. Du führst weniger Erstgespräche, die ins Nichts führen und mehr von denen, wo ein Coaching draus wird.

 

Wie sind Deine Erfahrungen

Wie intensiv hast Du Dich schon mit Deiner Zielgruppe beschäftigt? Hast Du Dich mal hingesetzt und dir darüber Gedanken gemacht oder nicht? Schreib es mir in die Kommentare, denn auch ich will Dich kennen lernen.

Ich danke Dir für Deine Zeit, Sie ist das wertvollste, was wir haben.

Deine Jule